Bernhard Schütz

ALL handcrafted by Serotonin.

Genau. Wir bauen auch die „Akustischen Dioramen“ selber. Und: Nein, das Museum baut die Kästen nicht – wir bauen sie. 🙂DSC06603 Serotonin

Das nur wegen permanenter Nachfragen. Wir sorgen auch für die technische Machbarkeit. Und ich löte selber. Übrigens zum ersten Mal in meinem Leben … Und es ist ziemlich toll.

ABER es geht um eine künstlerische AKUSTISCHE Intervention. Und dafür braucht es natürlich einen Sprecher, der den Text spricht. Bernhard Schütz macht das für uns. Bernhard Schütz ist nicht nur ein Sprecher oder Schauspieler, der spricht – er gibt uns mehr. Mehr, als wir uns selber ausdenken können. Mehr, als wir uns vorstellen können, wie alles zu sprechen ist. Mehr, als wir alleine könnten. Dafür danken wir ihm.

„Akustische Dioramen“, die Zweite

Made it … 🙂 Unser kleines Progrämmchen funktioniert – und wir freuen uns! Bewegungsmelder meldet alle Abstandsdaten korrekt, das jeweilige Hörstück wird abgespielt, alles läuft auch noch nach brutal einfach Strom aus/an: HipHipHurra! Mit Glück, Geduld und Spucke geht doch mehr, als man denkt (vor allem, wenn man schon 3000 Mal gedacht hat, es geht doch nicht …).

Weiter mit dem Innenleben – erste Soundstation:
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Lautsprecher hinter Holzvorhang

Um zu hören, muss es auch etwas zum Hören geben – der Titel unseres Stücks lautet: „Parcours dans la mer de ciel – Oder: der Levitit“ – und natürlich Lautsprecher, denn die im Monitor eingebauten Lautsprecher, die unser Hörstück abspielen, klingen nicht gut. Im Bild sieht man die Lautsprecherabdeckungen, die wir nach unserer Zeichnung haben lasern lassen, damit auch die Speaker in unseren Dioramen eingebaut sein können, man aber den Klang noch gut hört.

DSC06497 SerotoninUnd währenddessen denken wir weiter über Raspberry Pi und Python nach, uns ist da nämlich eine gute Idee gekommen … wir nehmen jetzt mal an, die endgültige, beste …DSC06492 Serotonin

Raspberry Pi soll übrigens deswegen so heissen, weil die Programmiersprache eben „Python“ ist – daher „Pi“ (und natürlich wegen des Wortspiels mit dem Kuchen).

Dann sollte wohl auch die Tradition der Obstnamen weitergeführt werden – „Apple“ war aber schon vergeben … Es gibt aber auch noch den „Banana Pi“ und der funktioniert auch mit einem Linux-System.

Naja, das nur nebenbei.DSC06502 Serotonin

Raspberry Pi und Python

DSC06399 Serotonin… keineswegs easy ist das. Immerhin kann unser Bewegungsmelder schon mal vernünftige Distanzen messen, das ist also schon mal gut.

Aber wie lösen wir es, dass der Bildschirm wieder in unserem Audio-Abspielprogramm ankommt und startet, nachdem der Strom (Hauptschalter, Museum, abends aus, morgens an) abgeschaltet und wieder angeschaltet wurde? Die meisten Monitore kommen mit dunklem Bildschirm nach dem Strom-Aus zurück. Dann muss man auf den roten Knopf der Fernbedienung drücken und alles geht wieder an. Brauchen Können wir aber nicht. Soll Muss! alles im Abspielprogramm ankommen.

Und wie soll das gehen? Ohne, dass nicht noch jemand händisch „Enter“, also den roten Knopf der Fernbedienung drücken muss? Jeden Morgen?

Klangerzeugung mit Raspberry Pi

DSC06393Unsere fiktionale Expedition produzieren wir wie unsere Hörspiele: schreiben, aufnehmen, schneiden, mischen, Musik, Sound, Geräusch und Regie kommen noch hinzu, alles wird gemastert und fertig. Well.

Aber wir wollen unser Hörstück ja in den „Akustischen Dioramen“ abspielen. Möglichst nur dann, wenn auch jemand zuhört – und nicht den ganzen Museumstag in Dauerschleife.

Also haben wir uns gedacht, wir bauen einen Bewegungsmelder in unsere Soundstationen ein, die das Hörstück abspielen, wenn jemand davor stehen bleibt. Und das machen wir mit Raspberry Pi.

DSC06390Also los mit „sudo nano apt-get“ … und so weiter und sofort … und hmmm … nun ja – wir sind nicht doof und ein kleines Programm selber zu schreiben, kann ja wohl nicht so schwer sein!, schließlich ist Matthias Diplomingenieur von Hause aus, und ich habe auch die eine oder andere exotische Sprache in meinem Leben gelernt, das ging ja schließlich auch! … aber es ist echt nicht so easy. Wirklich nicht …

Das visuelle Innenleben der „Akustischen Dioramen“

DDSC06484 Serotoninie Narrative der Nationenbildung, der Expedition und der „objektiven“ Wissenschaften sind die Themen für unsere künstlerische Intervention im Museum für Naturkunde Berlin. Wir erzählen von einer Expedition nach Südwestafrika im Jahre 1884, die sich so niemals zugetragen hat, sich aber so hätte zutragen können. Unsere fiktionale Reise ist auf 5 Soundstationen im Museum verteilt, die wir „akustische Dioramen“ nennen.

DSC06281Es gibt in diesen Kästen nicht nur etwas zu hören, sondern auch etwas zu sehen und der erste davon ist nun fertig.

Es ist die dritte Station, hat als Horizontwort „Afrika“ und beinhaltet „Steine“ und „Sorgen“ und ein Fundstück – was jedoch ganz und gar belanglos ist und niemals in einem Museum ausgestellt werden würde 😉

 

 

Architektur des ersten „Akustischen Dioramas“

Dieser große graue Kasten bildet die Behausung für unsere „Akustischen Dioramen“, deren Holzgerippe unten rechts zu sehen ist.

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Die fertig gebauten Dioramen werden dann in den grauen Kasten hineingestellt.

Schwierigkeit Nummer Eins: Der graue Kasten hat einen Innenrand, der die Öffnung kleiner macht.

Die Dioramen sollen aber innen mit ihrer grauen Behausung abschließen, weil sich sonst kleine (oder auch große) Besucherhände rumfummelnderweise im Kunstwerk betätigen könnten. Als Besucher-Intervention quasi :-).

Lösung: 

Eine künstlerische Intervention im Naturkundemuseum

DSC06203Wir arbeiten momentan an einer künstlerischen Intervention für das Naturkundemuseum in Berlin, kuratiert von Gaby Hartel. Ja, genau, das Museum mit dem T-Rex 😉

Unser Thema ist zum einen die Auswahl und Präsentation musealer Objekte und zum anderen das Narrativ der Expedition. Am 18. Juli ist die Eröffnung im Museum und bis dahin haben wir noch ordentlich zu tun. Denn wir bauen unsere AKUSTISCHEN DIORAMEN selbst.

AudioGuidePopHörspiel für die Bildergalerie Potsdam

Unterdessen ist unser neuer AudioGuide für junge Jugendliche fertig geworden – erdacht, geschrieben, aufgenommen und produziert von Serotonin. Es war eine Auftragsproduktion für die Bildergalerie in Potsdam Sanssouci und sollte ausdrücklich kein AudioGuide im herkömmlichen Sinne werden. Wir haben jetzt ein Hörspiel um 9 ausgewählte Bilder gebastelt, das ohne „Nummern-zu-Drücken“ funktioniert und dennoch die Besucher durch die Galerie führt. Stefan Kaminski spricht den kleinen Streber, Österreich, die Lehrerin, den Löwen, das Pferd Condé, Diana, die Nymphen und viele andere mehr. Und Simone Kabst spricht die Erzählerin und die Katze. Martin Daske hat die Musik gemacht. Und wir freuen uns, dass es so gut gelungen ist.