Aufbau-Erlebnisse

Da waren wir also im Museum für Naturkunde und haben unser Akustisches Diorama in 5 Soundstationen in einem White Cube mit Videowall, Interieur und Zitat-Objekten aufgebaut: Hat alles super funktioniert :-), und lief einwandfrei. Uwe Utecht, unser Kurator für Software, hatte unsere Software um einige sehr kluge Tricks und Kniffe erweitert – vor allem wegen der komische Messwerte erzeugenden Echos in den grauen Kästen (die als Behausungen für unsere Dioramen dienen) -, sodass jetzt einfach mal eben alle möglichen Störungen quasi weg-gerechnet werden und absolut stabil eine Person vor dem Diorama erkannt wird und das Hörstück abspielt. Egal, was wo echot.
Und während wir also beglückt und vergnügt aufbauen, bemerken wir auch das große Besucher-Interesse an unseren Akustischen Dioramen, was uns noch mehr gefreut hat.
Doch leider nicht nur im positiven Sinne, denn dann kam der Schock: Während dieser höchstens anderthalb Stunden hat jemand mit einem spitzen Gegenstand die Sensoren an den Akustischen Dioramen 1 und 2 zerstört – was übrigens Kraft und Willen erfordert und nicht so nebenbei passieren kann. Wir hatten uns schon auf möglichen Vandalismus eingestellt, aber dass das so schnell und so gezielt passiert ist … Erschütternd.
Jetzt haben wir alles auf automatischen Betrieb umstellen müssen und die fünf Soundstationen starten alle sieben Minuten – laufen also ungefähr jeweils immer fünf Minuten, machen zwei Minuten Pause, laufen wieder.
Offenbar kann man Kunst in bestimmten Umgebungen nur geschützt und hinter Glas zeigen. Oder eben in Räumen mit anderen Besuchern. Schade.
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